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Japan

"Die größte Kulturleistung eines Volkes sind die zufriedenen Alten."

"Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen."

"Nichts ist mehr zu fürchten als ein Dummer."

"Der Tag, an dem du einen Entschluß faßt, ist ein Glückstag."

"Ein fleißiges Mühlrad friert nicht ein."

"Keine Straße ist lang mit einem Freund an deiner Seite."

"Die Geduld nicht verlieren, auch wenn es unmöglich scheint, das ist Geduld."

"Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter."

"Mit Geld bist du ein Drache - ohne Geld ein Wurm."

"Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen."

"Auch durch ein Nadelöhr kann man den Himmel sehen."

"Wenn du alles verstehst, mußt du fehlinformiert sein. (If you understand everything, you must be misinformed.)"

"Jede Kehrseite hat ihre Kehrseite."

"In manchem Lächeln ist ein Schwert verborgen."

"Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere."

"Das Belügen eines Bonzen bedeutet sieben Generationen hindurch Unheil."

"Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen wird, lacht der Teufel."

"Vor langen Zeiten lebte in Japan ein Mann, der freute sich auf eine wichtige Reise. Er wollte in einen entfernten Schintotempel beten gehen. Die ganze Nacht fieberte er der Abreise entgegen. Gleich mit dem ersten Hahnenschrei sprang er aus dem Bett, packte das Tuch mit den gebackenen Reisbällen, wickelte die Gamaschen um sein Bein und wollte gerade losziehen, als seine Frau ihm nachrief: "Aber, mein lieber Mann, du hast ja nur eine Gamasche an. Die andere hast du um den Pfeiler der Veranda gewickelt!" Er aber scherte sich nicht drum und machte sich eilig auf den Weg, kam auch glücklich an, betete zu seiner Gottheit und wollte, als er mit allem fertig war, frühstücken gehen. Er kehrte in das Gasthaus im Tempelhof ein, doch erschrak er sehr, als er das Geldsäckchen öffnete; es enthielt nur einige kleine Münzen: das Opfergeld. Er hatte aus Versehen das falsche Säckchen mit dem Reisegeld in den Opferstock geworfen! Mißmutig schlich er sich hinaus und wollte wenigstens die Reisbällchen essen. Aber als er das Einschlagtuch öffnete, stellte er fest: da war nur Stroh drin. Er hatte aus Versehen das Kissen mitgenommen, als er so hastig aus dem Bett sprang! Wütend kehrte er in sein Dorf zurück. Am Ufer des Flusses erkannte er seine Frau beim Wäschewaschen. "Du dummes Weib", entfuhr es ihm, "hättest du nicht besser für mich sorgen können!?" In dem Augenblick erkannte er: das war gar nicht seine Frau."

"Richte deine Predigt nach dem Zuhörer ein."

"Was du sagen willst - sage es morgen."