"Gestern liebt' ich,/ Heute leid' ich,/ Morgen sterb ich:/ Dennoch denk' ich/ Heut' und morgen/ Gern an gestern."
"Welche Freude, wenn es heißt:/ Alter, du bist alt an Haaren, blühend aber ist dein Geist."
"Es wäre wenig in der Welt unternommen worden, wenn man immer nur auf den Ausgang gesehen hätte."
"Nur die Sache ist verloren, die man selbst aufgibt."
"Die Aber kosten Überlegung."
"Der Blick des Forschers fand nicht selten mehr, als er zu finden wünschte."
"Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmer immer schärfer sieht als hundert Augen der Mannesperson."
"Gute Einfälle sind Geschenke des Glücks."
"Der Endzweck der Wissenschaft ist Wahrheit. Der Endzweck der Künste hingegen ist Vergnügen."
"Man lobt den Künstler dann erst recht, wenn man über sein Werk sein Lob vergißt."
"Kann man denn nicht auch lachend sehr ernsthaftig sein?"
"Trau keinem Freunde sonder Mängel,/ und lieb ein Mädchen, keinen Engel."
"Der wahre Virtuose spottet bei sich über jede uneingeschränkte Bewunderung, und nur das Lob desjenigen kitzelt ihn, von dem er weiß, daß er auch das Herz hat, ihn zu tadeln."
"Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch."
"Kein Mensch muß müssen."
"Zu einem großen Mann gehört beides: Kleinigkeiten als Kleinigkeiten und wichtige Dinge als wichtige Dinge zu behandeln."
"Wo das Herz reden darf, braucht es keiner vorbereiten."
"= Schönheit in Bewegung."
"Schreibe wie Du redest, so schreibst Du schön."
"Ein trunkner Dichter leerte/ Sein Glas auf jeden Zug;/ Ihn warnte sein Gefährte:/ Hör' auf! du hast genug./ Bereit, vom Stuhl zu sinken,/ Sprach der: Du bist nicht klug;/ Z u v i e l kann man wohl trinken,/ Doch nie trinkt man g e n u g."
"Die Türken haben schöne Töchter./ Und diese scharfen Keuschheitswächter./ Wer will, kann mehr als eine frein:/ Ich möchte schon ein Türke sein."
"Was man nicht zu verlieren fürchtet, hat man zu besitzen nie geglaubt und nie gewünscht."
"Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren."
"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der ohne Ziel umherirrt."
"Ein Weiser schätzt kein Spiel, wo nur der Zufall regieret."
"Beide schaden sich selbst: Der zuviel verspricht und der zuviel erwartet."