www.welt-der-zitate.info


Autoren-Rubrik


| A | B | C | D | E | F | G |

| H | I | J | K | L | M | N |

| O | P | Q | R | S | T | U |

| V | W | X | Y | Z |

Themen-Rubrik


| A | B | C | D | E | F | G |

| H | I | J | K | L | M | N |

| O | P | Q | R | S | T | U |

| V | W | X | Y | Z |

Länder-Rubrik




Schopenhauer Arthur

"Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig Jahre den Kommentar dazu."

"Im Alter gibt es keinen schöneren Trost, als daß man die ganze Kraft seiner Jugend Werken einverleibt hat, die nicht mitaltern."

"Vom Standpunkt der Jugend aus gesehn, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkt des Alters aus eine sehr kurze Vergangenheit. Man muß alt geworden sein, also lange gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz das Leben ist."

"Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muß man eigenen haben."

"Jeder Angriff, der einen Mann nicht umwirft, stärkt ihn."

"Architektur ist gefrorene Musik. (Möge es immer beschwingt und harmonisch zugehen in diesem Haus!)"

"Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es."

"Man muß denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten."

"Beweis ist die Zurückführung des Zweifelhaften auf ein Anerkanntes."

"Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit mit dem Aneignen ihres Inhalts."

"Die Gelehrten sind die, welche in den Büchern gelesen haben; die Denker, die Genies, die Welterleuchter und Förderer des Menschengeschlechts sind aber die, welche unmittelbar im Buche der Welt gelesen haben."

"Kein Geld ist vorteilhafter angewandt als das, um welches wir uns haben prellen lassen; denn wir haben dafür unmittelbar Klugheit eingehandelt."

"Wohin Denken ohne Experimentieren führt, hat uns das Mittelalter gezeigt; aber dieses Jahrhundert läßt uns sehen, wohin Experimentieren ohne Denken führt."

"Der eigentümliche Fehler der Deutschen ist, daß sie, was vor ihren Füßen liegt, in den Wolken suchen."

"Wahre Freundschaft gehört zu den Dingen, von denen man, wie von den kolossalen Seeschlangen, nicht weiß, ob sie fabelhaft sind oder irgendwo existieren. (Meines Wissens war Schopenhauer weder Angler noch Jäger. - Das erklärt manches. Sie wissen ja, meine Damen und Herren, Jäger und Angler sprechen eine gemeinsame Sprache: Latein. Daher sind wir uns sicher - fabelhafte Seeschlangen gibt es wirklich - und wahre Freundschaft natürlich auch.)"

"Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Sternteleskop im Theater."

"Die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei."

"Der Glaube ist wie die Liebe: Er läßt sich nicht erzwingen. Daher ist es ein mißliches Unternehmen, ihn durch Maßregeln einführen oder befestigen zu wollen."

"In unserem monogamischen Weltteil heißt Heiraten, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln."

"= Ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens."

"Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen."

"Laune (wahrscheinlich von luna = Mond) bezeichnet ein entschiedenes Überwiegen des Subjektiven über das Objektive bei der Auffassung der Außenwelt."

"Den Menschen ausgenommen wundert sich kein Wesen über sein eigenes Dasein."

"Wenige schreiben, wie ein Architekt baut, der zuvor einen Plan entworfen und bis ins einzelne durchdacht hat; vielmehr die meisten nur so, wie man Domino spielt."

"Unsere zivilisierte Welt ist nur eine große Maskerade."

"= Die Melodie, zu der die Welt der Text ist."

"Ich halte die Musik für den Kern der Welt, zu welchem die Harmonie sich verhält, wie zum Braten die Sauce. (Schöner hätte kein Feinschmecker Musik definieren können. In diesem Sinne möchte ich Ihnen nun anlässlich des 75. Jubeltages unseres Musikvereins ... (Namen nennen) einen musikalischen Braten servieren, der von einer harmonischen Sauce gekrönt wird. Wir hören nun von unserem Orchester das Stück ...)"

"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

"Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß des Daseins."

"Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen."

"Das Publikum sucht Wohlleben und Zeitvertreib, nicht Belehrung."

"Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht. Sobald er dies tut, ist er sicher, nichts zu sagen, das er nachher bereut."

"Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche."

"= Ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im voraus für uns gewinnt."

"= Ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im voraus für uns gewinnt."

"Auch wird man einsehen, daß Dummköpfen und Narren gegenüber es nur einen Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist, daß man mit ihnen nicht redet."

"Den Weisen wird man nicht an dem erkennen, was er auf dem Marktplatz redet, denn dort spricht er nicht mit seiner Stimme. Daher zieht der Kluge sich zurück in das Heiligtum seines Schweigens; läßt er sich bisweilen aus, so geschieht es im engen Kreise weniger und Verständiger."

"Gewissen Menschen gegenüber kann man seine Intelligenz nur auf eine Art beweisen, nämlich, indem man nicht mehr mit ihnen redet."

"Jede Nation spottet über die andere, und alle haben recht."

"Der Stil ist der genaue Abdruck der Qualität des Denkens."

"Die erste, ja für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils ist diese, daß man etwas zu sagen habe."

"Jeder Tag ist ein kleines Leben."

"Man lernt nur dann und wann etwas, aber man vergißt den ganzen Tag."

"Vergeben und vergessen heißt, kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen."

"Das Leben ist kurz, und die Wahrheit wirkt fern und lebt lange - sagen wir die Wahrheit."

"Der Wahrheit ist allezeit nur ein kurzes Siegesfest beschieden zwischen den beiden langen Zeiträumen, wo sie als paradox und als trivial gering geschätzt wird."

"Die Wahrheit hat Zeit, denn sie hat ein langes Leben."

"Der Wechsel allein ist das Beständige."

"Jeder hält die Grenzen des eigenen Gesichtsfelds für die Grenzen der Welt."

"Übrigens ist es in der Gelehrtenrepublik wie in anderen Republiken: man liebt einen schlichten Mann, der still vor sich hin geht und nicht klüger sein will als die anderen."

"Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen."

"Die Zeitungen sind die Sekundenzeiger der Geschichte."